Quarz oder Automatik?

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Wofür schlägt Ihr Herz?
Quarz- oder Automatikuhren?

Ein kurzer Wegweiser.

Anschaffungskosten

Meistens sind Quarzuhren im Schnitt günstiger als Automatikuhren. Quarzuhren beginnen bei ungefähr 50 Euro im Preis. Automatikuhren dagegen sind im Schnitt teurer, haben aber meistens bessere Uhrwerke als die Quarzkollegen.

Ganggenauigkeit

Wiederum gehen wir hier vom Durchschnitt aus, und da bleibt zu konstatieren, dass die Quarzuhren in den meisten Fällen eine sehr geringe Gangabweichung besitzen. Das sieht bei den Automatikuhren schon anders aus. Hier kommt es vor allem darauf an, wie und wo sie aufbewahrt werden. Nicht umsonst gibt es Uhrenbeweger für die Automatiken.

Lebensdauer

Bei täglichem, auch mal rupigem Einsatzs ind die Quarzuhren zumindest leicht im Vorteil. Automatikuhren sind filigrane Angelegenheiten, in denen im Vergleich zu Quarzlaufwerken mit Leichtigkeit die zehnfache Arbeit steckt. Weil Quarzuhren digital laufen, also ohne mechanische Teile, halten sie relativ problemlos die ein oder andere Erschütterung aus. Ihre mechanischen Kollegen tun sich da etwa schwerer.

Einsatz im Alltag

Jetzt wird’s natürlich subjektiv. Quarzuhren können auch elegant aussehen, aber im Vergleich zu Automatikuhren müssen sie da zurückstecken. Automatikuhren können mit ausgefeilten, mechanisch komplexen und beeindruckenden Werken aufwarten. In unseren Augen der klare Gewinner.

Laufender Betrieb

Die Knopfzellen in Quarzuhren halten im Schnitt zwei Jahre. Ihre Kosten halten sich in Grenzen; durchschnittlich vier Euro kosten sie. Automatikuhren kommen ganz ohne Batterien aus, weil sie ja durch die Bewegungen des Arms aufgezogen werden.

Reparaturkosten

Auch hier sehen wir die Automatikuhren vorne. Sie kosten zwar mehr, wenn sie repariert werden müssen, aber die Kosten lohnen sich in den meisten Fällen. Bei Quarzuhren hingegen übersteigen die Reparaturkosten häufig die Anschaffungskosten.

Wie funktioniert denn das alles überhaupt?

Quarzuhren verwenden künstlich hergestellte Quarzkristalle anstatt einer mechanischen Unruh. Die Kristalle werden durch Strom (deshalb die Batterie) in Schwingungen versetzt. Die Schwingungen werden an den Uhrenmotor weitergegeben, der die Uhrenzeiger damit im Takt bewegt. Die Ganggenauigkeit liegt bei den Quarzuhren bei durchschnittlich 0,02 Sekunden im Monat.

Automatikuhren laufen mit Uhrfedern. Der Takt wird im Gegensatz zu den Quarzuhren nicht von einem Kristall erzeugt, sondern durch eine komplexe Mechanik. Die Ganggenauigkeit einer Automatikuhr hängt immer von der verbauten Mechanik ab, ist aber im Schnitt schlechter als die ihrer Quarzkollegen.

Zum Schluss

Wie immer: alles Geschmackssache. Quarzuhren kommen häufig zum Einsatz, wenn es rupiger zur Sache geht. Automatikuhren sind dagegen Prestigeobjekte, die immer mehr Freunde finden. Im Gegensatz zur durchschnittlichen Quarzuhr taugt eine Automatik durchaus auch als Geldanlage.

Bildnachweis:
Quarzuhr: by © 2010 by Tomasz Sienicki [user: tsca, mail: tomasz.sienicki at gmail.com] (Photograph by Tomasz Sienicki (Own work)) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC-BY-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/3.0)], via Wikimedia Commons

4 Kommentare

  1. Markus sagte:

    Hallo,
    toller Artikel. Bei Automatikuhren nur auf die Genauigkeit zu schauen wäre unfair. Eine mechanische Uhr ist auch ein Lieberhaberstück, das gerne getragen und gezeigt wird.

    17. Mai 2016
    Antworten
  2. Quarzuhr sagte:

    Ich kann nur dazu sagen das Quarzuhren immer beliebter bei uns im Shop werden.

    15. Juni 2016
    Antworten
  3. JamesD sagte:

    Für die einen ist das die wichtigste Frage, für andere ist das egal, da zählt nur der Hersteller. So ist es bei mir. Ich bin Fan von Emporio Armani Uhren. Aber das ist ja das schöne mit den Vorlieben. Wir sind unterschiedlich, und das ist auch gut so.

    2. September 2016
    Antworten
  4. Yama sagte:

    Egal Quarz oder Automatik, ich würde Uhren von Spezialisten wie Rolex, IWC etc. kaufen, denn diese Hersteller konzentrieren sich richtig auf die Uhren. Die Uhren von Boss, Samsung oder Armani würde ich eher nicht kaufen, da diese die Uhren als „Neben-Tätigkeit“ herstellen und haben nicht das gleiche Know-how wie die traditionelle Uhren-Makers.

    15. Mai 2018
    Antworten

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