Michel Jordi Swiss Icons Genève

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Viele unabhängige Schweizer Uhrmacher gibt es nicht mehr auf der Welt. Michel Jordi ist einer der wenigen. Wenn es nach ihm geht, gäbe es den brutalen Ausverkauf der Schweizer Uhrkunstwerke nicht; es gäbe keine Weltkonzerne, die sich massenhaft Schweizer Marken einverleiben, keine Uhren-Kraken, die in ihrem unersättlichen Hunger auf traditionelles Handwerk demselben gleichzeitig den Boden entziehen.

Michel Jordi, der Uhrmacher, ist Michel Jordi, die Marke.

2011 brachte Jordi die „Swiss Icon Watch“-Kollektion heraus. Sie ist stellvertretend für die lange Uhrmacher-Karriere des 65-Jährigen, eine Werkschau gewissermaßen, die Jordis KMichel Jordi Swiss Icon GENEVEönnen und künstlerische Vision präsentiert. Den großen, ikonischen Bildern unserer Kultur hat er damit ein Denkmal gesetzt: der Großen Mauer beispielsweise, dem Fuji, dem Kreml und der Freiheitsstatue.

Das neue Modell der Icons ist die Genève. Sie zeigt das Sehenswerte an Jordis Heimat, der Schweiz.

Das Gehäuse der Uhr ist aus Titan und Rotgold gefertigt. Auf dem Zifferblatt finden wir ein Alpenpanorama mit dem Mont Blanc; der Jet d’eau des Genfer Sees sprudelt munter vor sich hin; das Kopfsteinpflaster der Altstadt, der Palast der Nationen und noch viele andere. Hier offenbart sich die Liebe Jordis zu seiner Heimat, ausgedrückt als höchste Uhrmacherkunst.

In der Genève schlägt ein ganz speziell gefertigter, einzigartiger Gong die Stunden. In Zusammenarbeit mit Jean-François Mojon, der 2010 als Bester Uhrmacher ausgezeichnet wurde, entwickelte Jordi diesen langsamen Stundenschlag, der den Träger an das Läuten einer einsamen Bergkapelle erinnern soll.

Wie es sich für gute Handarbeit gehört, ist die Genève ein Handaufzieher, mit 72 Stunden Gangreserve. Sie wird voraussichtlich 44.000 Euro kosten.

Ein Kommentar

  1. UhrenBasel said:

    Ich bin leider etwas skeptisch, ob sich die Uhren auch verkaufen lassen. Das zugegeben aussergewöhnliche Uhrendesign gefällt mich persönlich zwar gut, es ist aber eine Mischung von Modern und Ethno. Beides zusammen passt meiner Meinung nach schlecht, da es weder den klassischen Traditionalisten oder Sammler anspricht, noch den Designer oder Ethno Liebhaber. Zudem kann man die Zeit relativ schwer ablesen. Trotzdem bewundere ich den Mut von
    Jordi und wünsche viel Erfolg.

    7. August 2014
    Reply

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