Bovet Récital 22 Grand Récital

2016 hat Bovet die Récital Shooting Star enthüllt, ein Jahr später knüpfte der Uhrenhersteller mit der Récital 20 Astérium an diesen Zeitmesser an, und nun komplettiert er mit der Récital 22 Grand Récital die ambitionierte Trilogie.
Das Tourbillon Récital 22 Grand Récital verkörpert die bewegte Darstellung von Sonne, Erde und Mond. Die Sonne wird durch das fliegende Tourbillon repräsentiert, Die detailgetreue Erdhalbkugel rotiert um die eigene Achse und zeigt den natürlichen 24-Stunden-Kreislauf an und schließlich kreist ein Halbmond um die Erde. Ein außergewöhnliches Stücke Haute Horlogerie.

Bovet hat den Tourbillonkäfig erhöht gelagert. Seine Konstruktion ist durch einen Fixationspunkt in der Mitte der Achse charakterisiert. Die fünf Arme der Käfigbrücke umhüllen das Regulierungsorgan und erinnern an den Strahlenkranz der Sonne. Durch die 60-Sekunden-Umdrehung können die Sekunden durch einen direkt auf dem Käfigrad montierten Index angezeigt werden, der wiederum einen Bereich durchläuft, der alle 120 Grad in 20-Sekunden-Abstände skaliert ist.
Die Erde wird durch eine Halbkugel mit kartografischem Relief dargestellt. Durch die Integration lumineszierender Stoffe in die Miniaturmalerei kann die Erde auch bei Dunkelheit betrachtet werden. Um die realistische Erscheinung perfekt zu machen, sind auch Wolken und Luftströme aufgemalt. In 24 Stunden dreht sich die Erde ganz realitätsgetreu einmal um die eigene Achse. Unterhalb des Globus sitzt eine Skalierung, auf welcher die Stunden durch einen dreidimensionalen Index angezeigt werden, der zwischen dem Tourbillon und der Erdkugel sitzt. Anhand des schwarz-weißen Rings, der die Erde umgibt, lässt sich erkennen, auf welchem Teil des Globus es gerade Nacht ist.
Der Mond wird durch eine Kugel dargestellt, die in genau 29,53 Tagen einmal komplett die Erde umkreist. Die Mondanzeige weicht nur alle 122 Jahre um einen Tag ab. Die Kugel ist in zwei Bereiche unterteilt: Eine ist schwarz, die andere graviert und mit einem lumineszierenden Material ausgefüllt. So ist für den Träger deutlich zu unterscheiden, welcher Teil des Mondes vom Sonnenlicht erhellt wird.

Die retrograde Minutenanzeige und die Gangreserve werden entsprechend auf Halbkugelbereichen angezeigt, deren Rundung sich in der Erdkugel wiederfindet. In der Mitte sind sie von Saphirlupen besetzt, welche die darunterliegenden Räderwerke vergrößern. Auf diese Art scheinen sie die räumlichen Grenzen des Gehäuses zu sprengen. Die metallische Lünette trägt ebenfalls eine Lupe zum Ablesen des Datums, das auf einer zirkulierenden Glasscheibe in der unteren Hälfte des Uhrwerks angezeigt wird.

Und wir sind immer noch nicht fertig, denn wenn man die Bovet Récital 22 Grand Récital umdreht, gibt es noch mehr zu sehen. Ein großes Saphirglas gewährt einen freien Blick auf die Rückseite des Uhrwerks. Daneben hat Bovet hier auch die Anzeigen für Stunden, Tage, Monate und Schaltjahre untergebracht – ganz klassisch über Fenster. Man hat sich hier für einen ewigen Kalender entschieden.

Angetrieben wird dieses Modell von einem mechanischen Kaliber mit Handaufzug, dem 17DM03-TEL. Es arbeitet auf einer Frequenz von 18.000 Halbschwingungen pro Stunde und stellt eine Gangreserve von 9 Tagen zur Verfügung. Das Werk enthält ein doppelseitiges fliegendes Tourbillon.

Nur sechzig Stück werden von der Bovet Récital 22 Grand Récital produziert. Eine relativ hohe Stückzahl, wenn man allein den Aufwand und das kunsthandwerkliche Geschick bedenkt, der in der Gestaltung einer Erdhalbkugel steckt. Ach ja, vielleicht sollten wir noch erwähnen: In jedem der Modelle steckt Personalisierungspotenzial: Der Käufer kann sich aussuchen, wie die Weltkarte ausgerichtet wird, d.h. welcher Ort um 12 Uhr mittags auf der Erde-Sonne-Achse angezeigt ist. So wird ganz schnell aus jeder Uhr ein Unikat.

Die Récital 22 Grand Récital kommt in einem Gehäuse aus entweder Rotgold oder Platin und hat einen Durchmesser von 46,3 Millimetern. Es ist wasserdicht bis 3 atm und wird von einem Armband aus Alligatorleder komplettiert.

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