Astronomische Einzeigeruhr: MeisterSinger Lunascope

Der deutsche Uhrenhersteller MeisterSinger baut mechanische Uhren für Menschen, die sich nicht für Sekunden interessieren, sondern eher aufs große Ganze sehen – und dort den Überblick behalten und größere Zusammenhänge erkennen. MeisterSinger baut Einzeigeruhren – und steht damit in einer langen Tradition. Die Bewegung des langen, einzelnen Stundenzeigers ist für das menschliche Auge kaum wahrzunehmen, aber so unaufhörlich wie das Verstreichen der Zeit auf alten Sonnenuhren.
Unsere Zeiteinteilung und -darstellung folgt von jeher der Bewegung der Gestirne. Schon im Mittelalter bildeten Turmuhren astronomische Modelle nach, holten die himmlische Mechanik auf die Erde und hielten sich nicht damit auf, einzelne Minuten oder gar Sekunden anzeigen zu wollen. In dieser Tradition sieht sich auch MeisterSinger. Und nun präsentiert der Uhrenhersteller mit der Lunascope seine erste astronomische Uhr.

Das schlanke 40-Millimeter-Gehäuse aus Edelstahl entstammt der Pangea-Familie und rahmt elegant das Zifferblatt, setzt die ungewöhnlich große Mondphasenanzeige darauf spektakulär in Szene. Die obere Hälfte des Zifferblattes ist schwungvoll ausgeschnitten; darin bewegt sich der Mond, zieht vor dunkelblauem, sternbestandenem Grund unermüdlich seine Bahnen. Sein großzügiger Durchmesser lässt sin der realistischen Darstellung auch die feinen Details der Oberfläche erkennen – nicht anders, als wenn man in einer klaren Vollmondnacht in den Himmel blickt.

Die Lunascope stellt die Mondphasen präzise dar. Für eine Erdumrundung benötigt der Mond 29 Tage, 12 Stunden, 44 Minuten und 2,9 Sekunden. Viele Uhren runden das mit ihrem Räderwerk auf 29,5 Tage ab – und gehen damit pro Jahr um 8 Stunden falsch und müssen entsprechend alle drei Jahre um einen Tag korrigiert werden. Das für MeisterSinger entwickelte Werk arbeitet da genauer. Die Lunascope benötigt erst nach 128 Jahren eine kleine Nachhilfe – astronomisch ein kurzer, uhrmacherisch ein langer Zeitraum.
Da die Lunascope über einen gläsernen Boden verfügt, kann das Schweizer Automatikwerk ETA 2836 eingesehen werden. Eine Gangreserve von 38 Stunden gibt’s oben drauf.

MeisterSinger bietet die Lunascope in zwei verschiedenen Varianten an: mit einem sonnengeschliffenen Blatt im Dunkelblau des Mondhintergrunds und einem silbrig-opalinen Blatt, auf dem das kreisförmige Datumsfenster bei 6 Uhr ein optisches Gegengewicht zur astronomischen Anzeige bietet. Beide Uhren kommen an einem Armband aus Kalbsleder; der Preis liegt jeweils bei 2.990€.

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